BIKE: Wow, was du da für deinen Clip „Lost Paradise 3“ gebaut hast, haut einen um.
ELIOTT LAPOTRE: Ja, vermutlich würde jeder Förster tot umfallen, der so was im Wald entdeckt. Meine Freunde und ich haben an dem Track zwei Jahre gebaut.
Wie kommt’s, dass der Förster noch lebt?
Der Wald gehört einem Freund, das ist mein Glück. So kann ich mich ganz legal austoben und genau das bauen, was mir vorschwebt.
Das muss irre aufwendig gewesen sein.
Das war es. Allein die Menge an Holz, die wir verbaut haben, war überwältigend. Der Track hat am Ende 20 000 Euro verschlungen.
Du hast mit Computersimulation gearbeitet. Um herauszufinden, ob deine Stunts fahrbar sind?
Nein, das war dazu da, um die Menge an Holz zu berechnen. Ob’s fahrbar ist oder nicht, hat mir nur meine Erfahrung gesagt.
Bist du mal runtergefallen?
Gott sei Dank nicht. Wäre ich da runtergefallen, hätte ich mir die Knochen gebrochen. Das war viel zu hoch.
Wovor hast du dich am meisten gefürchtet?
Vor dem ganzen Parcours hatte ich enormen Respekt und das Herz schlug mir bis zum Hals. Denn Stürzen war keine Option. Manche Konstruktionen konnten wir auch nur mit Stahlseilen fixieren, daher schwankte der Stunt beim Drüberrollen. Allerdings war die Anspannung nicht vergleichbar mit der Todesangst, die ich beim Superdrop in „Lost Paradise 2“ hatte.
Was passiert jetzt mit dem Track?
Ich baue alles wieder ab und recycle das Holz.
Der Track war haarsträubend. Jetzt sind die Erwartungen hoch für deinen nächsten Clip.
Nach diesem Video brauche ich jetzt erst mal eine Pause, denn das Projekt war sehr anstrengend. Allerdings habe ich schon Ideen für meinen nächsten Videoclip.
Gab es Reaktionen von deinen Profi-Kollegen?
Oh ja. Von Tyler McCaul, Brage Vestavik, Tom Van Steenbergen etc. Das hat mich sehr gefreut!.
Staubfahnen am Hinterrad beim Uphill? Der Motor macht’s möglich! Antoine Buffart und Florian Schön erleben Uphill-Flow auf dem Berggrat, während hinter ihnen die Westalpen im gleißenden Sonnenlicht verschwinden. Dass die Räder Staub aufwirbeln, ist allerdings auch dem extrem trockenen Klima geschuldet. Das Aosta-Tal ist zwar die kühlste Ecke Italiens, überrascht aber mit langen, regenarmen Perioden.
„Please, don’t slip!“ – Danny MacAskill kann keinem Balanceakt widerstehen – auch dieser Pipeline nicht. „Die Wasserröhre war glatt und glitschig, meine Reifen noch nass, denn es hatte geregnet. Das machte den Stunt spannend!“, erinnert sich Danny.
Dreißig Zentimeter breit und voller Moos – Bike-Akrobat Danny MacAskill balanciert auf der Mauer des Glascarnoch Dam in Schottland. Danny: „Jedes Mal wenn ich den Damm sah auf dem Weg nach Ullapool, dachte ich: ‚Da will ich drüberfahren!‘ Also los! Ich weiß, andere Leute sollten das nicht versuchen, doch mir macht’s Spaß. Auf Bodenhöhe könnte ich da 1000-mal drüber-rollen, ohne runterzufallen. Aber hier oben stehen auch meine Nerven unter Spannung. Die Devise: Spur halten und nicht schielen!“
Unten Wolkensuppe, oben klarer Himmel – mal wieder alles richtig gemacht! Inversionswetterlagen lassen bei Gipfelstürmern Dopamin ins Blut sprudeln. Hier auf den Sonnentrails der Blumeninsel Madeira, auf der ewiger Frühling herrscht. Wer das Schmuddelwetter bei uns satthat, sollte die kleine Atlantikinsel vor der Küste Portugals ins Auge fassen, denn die Madeira-Trails zählen zu den schönsten der Welt.
Mit 4806 Metern ist der Montblanc der unumstrittene König der Alpen. Das Einzugsgebiet für Mountainbiker findet sich allerdings eher im Aostatal, auf der italienischen Seite des Alpen-Giganten. Von dort ist der Blick aber nicht halb so beeindruckend wie von der französischen Seite (Foto). Besonders mit der Aiguille du Midi (in Wolken) und den Nachbargipfeln, die sich wie Drachenzähne in den Himmel bohren. Hinten links: das Vallée Blanche. Bike-Profi Cyrille Kurtz hat dafür keine Augen; er hebelt sein Heck um die Spitzkehre.
Es war ein Finale wie es spannender hätte nicht sein können: Cerro Abajo Mexiko. Nach Rennen in Genua/Italien und Valpariso/Chile, fand am 29. März das letzte Rennen der City-Downhill-Serie in Mexiko statt. Der Tscheche Tomas Slavic galt als haushoher, kaum zu schlagender Favorit. Ihm hätte ein 10 Platz für den Overall-Sieg gereicht. Easy Peacy für Powerhouse Slavik. Falsch gedacht. Es passierte, was nicht passieren durfte: Slavik übersprang eine Landung und stürzte. Schaut euch unbedingt das Replay an: soooo spannend! Unser Fischi (einziger deutscher Teilnehmer: Johannes Fischbach) schaffte einen starken 4. Platz, knapp am Podium dran und Platz 6 im Overall-Ranking.
Bis dahin unser Interview mit Fischi lesen: Urban-Downhill Cerro Abajo 2025: Johannes Fischbach: „Wie der letzte Dreck!

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