Whyte präsentiert mit dem Kado ein neues E-Mountainbike mit Bosch-Motor. Mit 160/150 Millimeter Federweg soll es die goldene Mitte zwischen Trail und Enduro treffen. Es ist mit dem neuesten Bosch Performance Line CX Motor und Akkus bis 800 Wattstunden ausgestattet. Biker haben die Wahl aus Carbon und Alu, bei Preisen ab 4999 Euro.
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Der britische Fahrradhersteller Whyte stellt mit dem Kado ein neues E-Mountainbike auf die Beine, das voll in die Trail- und Enduro-Kerbe schlagen und damit sportliche Mountainbiker glücklich machen soll. Whyte will mit diesem Modell einen erstaunlichen Kompromiss schaffen: Das Bike soll das bisher beste und zugleich erschwinglichste E-MTB der Briten sein. Diesen Spagat macht vor allem das breite Line-Up möglich. Denn das Kado gibt es sowohl mit Carbon-Rahmen, als auch mit Alu-Rahmen - oder mit einem Materialmix aus Carbon-Hauptrahmen und Alu-Hinterbau.
Foto: Roo FowlerDer Bosch Performance CX ist leicht gedreht eingebaut, so kann der Akku vor dem Motor nach unten herausgezogen werden.Foto: Roo FowlerMit 160/150 mm Federweg soll das Whyte Kado voll in die Kerbe sportlicher Trail- und Enduro-E-MTBs schlagen.
Das Whyte Kado setzt auf den neuesten Bosch Performance Line CX Motor der fünften Generation, der eine Spitzenleistung von 600 Watt und ein maximales Drehmoment von 85 Newtonmeter liefert. Als Energiespeicher dient je nach Modell ein 600 oder 800 Wattstunden starker Akku. Dieser lässt sich für einfaches Laden oder Tauschen aus dem Rahmen entnehmen. Um Gewicht zu sparen, hat sich Whyte für die etwas kompliziertere Entnahme nach unten aus dem geschlossenen Unterrohr entschieden. Das Kado ist zudem mit Boschs optionalem 250 Wattstunden "PowerMore" Zusatzakku kompatibel, wodurch sich die Gesamtkapazität auf bis zu 1050 Wattstunden erhöhen lässt.
Foto: Roo FowlerOptional kann der Power More 250 die Akku-Kapazität auf Tour erhöhen. Den Zusatz-Akku gibt´s als Zubehör.
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Foto: Roo FowlerDie Adapterplatte auf dem Oberrohr verrät: Dieser Rahmen ist wohl schon für eine künftige Display-Generation von Bosch vorbereitet.Foto: Roo FowlerDas neue Bosch Purion 400 sitzt gut geschützt hinter dem Lenker und zeigt die nötigsten Infos an.
Die Fakten zum Whyte Kado
Motor: Bosch Performance Line CX
Akku: 800 oder 600 Wh, je nach Modell
Rahmen: Vollcarbon, Carbon/Alu oder Alu, je nach Modell
Federweg: 160/150 mm
Laufradgröße: 29 Zoll, Option auf 29/27,5 mit anderem Link
Drei Modelle für 4999, 7299 und 8499 Euro
Gewicht: 24,2 Kilo, Topmodell mit 800 Wh, Herstellerangabe
Lebenslange Garantie auf Rahmen und Lager für Erstbesitzer
Kabelführung im Liner, für sorgenfreies Wechseln von Leitungen und Zügen
Foto: Roo FowlerEin Fender soll den gröbsten Schmutz von Lagern und Gelenken fernhalten. In der Unschärfe ist außerdem das asymmetrische Design mit quer liegendem Dämpfer zu erkennen.
Whyte bietet das Kado in drei Rahmenvarianten an: Das Topmodell Kado RSX besitzt einen Vollcarbon-Rahmen, beim Kado RS besteht das Hauptrahmendreieck aus Carbon und der Hinterbau aus Aluminium. Die günstigste Variante Kado S ist komplett aus Aluminium gefertigt. Alle Rahmen verfügen über eine Geometrieverstellung, mit der sich der Lenkwinkel um 0,6 Grad abflachen und das Tretlager um acht Millimeter absenken lässt. Der Hersteller gibt an, den Schwerpunkt im Vergleich zum Vorgängermodell E-160 um 12,54 Millimeter abgesenkt zu haben. Dies soll für ein agileres Handling sorgen. Whyte bietet das Kado in vier Größen von S bis XL an.
Foto: Roo FowlerÜber den Flipchip in der Dämpferaufnahme lässt sich die Geometrie anheben oder abflachen. Lenk- und Sitzwinkel ändern sich um 0,6 Grad, die Tretlagerhöhe um 8 Millimeter.
Eine weitere Option: Mit einer anderen Dämpferanlenkung kann das Kado auf Wunsch zum “Mullet” umgebaut, also mit 29/27,5-Zoll-Laufradmix gefahren werden. Durch den anderen Link ändert sich die Geometrie laut Whyte bei diesem Umbau nicht.
Foto: Roo FowlerSchrauber wird’s freuen: Die Zügen laufen klassisch am Steuerrohr ins Innere des Hauptrahmens.
Ausstattung und Varianten
Zwischen 4999 und 8499 Euro soll das Kado kosten. Die breite Preisspanne erreicht Whyte auch über die unterschiedlichen Rahmen - von Alu bis Vollcarbon.
Whyte Kado RSX - 8499 Euro
Das Topmodell Kado RSX ist mit einer Fox Float 38 Performance Elite Gabel und einem Fox Float X Performance Elite DPS EVOL LV Dämpfer ausgerüstet. Die Bremsen stammen von Magura (MT7) und die elektronische Schaltung von Sram (T-Type AXS Eagle 1x12).
Rahmenmaterial: Vollcarbon
Gabel: Fox Float 38 Performance Elite, 160 mm Federweg
Dämpfer: Fox Float X Performance Elite DPS EVOL LV, 150 mm Federweg
Motor: Bosch Performance Line CX (Gen 5), 85 Nm, 600 W Peak
Gewicht: ab 24,2 kg (Größe M)
Preis: 8499 Euro
Foto: Roo FowlerAlle Modelle kommen mit Teleskopstütze, teils mit verstellbarem Hub um den maximalen Verstellweg auszunutzen.
Whyte Kado RS - 7299 Euro
Das Whyte Kado RS hat einen Hybrid-Rahmen mit Carbon vorne und Aluminium hinten. Außerdem kommt es mit mechanischer 12fach-Schaltung. Details zur Ausstattung wird Whyte erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.
Rahmenmaterial: Carbon-Hauptrahmen, Alu-Hinterbau
Gabel: 160 mm Federweg
Dämpfer: 150 mm Federweg
Akku: 800 Wh, herausnehmbar
Motor: Bosch Performance Line CX (Gen 5), 85 Nm, 600 W Peak
Preis: 7299 Euro
Whyte Kado S - 4999 Euro
Das Kado S kommt mit Alu-Rahmen und einem günstigen Rockshox Fahrwerk. Mit 4999 Euro gehört es zur Einstiegsklasse der sportlichen E-MTB-Fullys.
Rahmenmaterial: Aluminium
Gabel: Rockshox Psylo Gold, 160 mm Federweg
Dämpfer: Rockshox Deluxe Select R, 150 mm Federweg
Schaltung: Shimano Cues 1x11
Bremsen: Shimano M4100 (4-Kolben)
Akku: 600 Wh (800 Wh optional), herausnehmbar
Motor: Bosch Performance Line CX (Gen 5), 85 Nm, 600 W Peak
Preis: 4999 Euro (5699 Euro mit 800 Wh Akku)
Foto: WhyteDas Whyte Kado S kommt mit Alu-Rahmen und kostet 4999 Euro.
Florentin Vesenbeckh sitzt seit seinem zehnten Lebensjahr auf dem Mountainbike. Schon auf der allerersten Tour standen Singletrails im Fokus – und die gehören für ihn auch nach über 30 Jahren im MTB-Sattel zur Quintessenz des Bikens. Seine Jugend verbrachte er mit Wettkämpfen in verschiedenen Bike-Disziplinen und später prägten Jahre als Fahrtechnik-Coach seine radsportliche Vita. Beruflich stehen für den erfahrenen Testredakteur inzwischen E-Mountainbikes im Fokus. In den letzten Jahren testete der diplomierte Sportwissenschaftler und ausgebildete Journalist über 300 Bikes und mehr als 40 verschiedene Motorsysteme in Labor und Praxis.