TRP EVO FamilyJetzt gibt es die Testsieger-Scheibenbremse zum Spartarif!

Max Fuchs

 · 17.04.2026

Für 170 Euro markiert die TRP Evo Comp den Einstug in die EVO Family.
Foto: TRP

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Fazit zur TRP EVO Family

​Die TRP EVO Pro hat uns im großen Scheibenbremsen-Vergleich aus dem Nichts überrascht – und gewonnen. Jetzt legt TRP nach: Wer sich das EVO-Feeling wünscht, aber nicht 330 Euro ausgeben will, bekommt mit der EVO Expert und Comp künftig zwei neue Optionen. Die Frage ist: Was bleibt übrig von der Racing-DNA, wenn der Preis sinkt? – Max Fuchs, BIKE-Testredakteur

​Die Blaupause: TRP EVO Pro

Wer die TRP EVO Pro noch nicht kennt: Im BIKE-Scheibenbremsen-Vergleich holte sie sich erst vor Kurzem den Testsieg. BIKE-Note 1,4. Bestnote bei der Modulation, Bestnote bei der Usability. Die Bremskraft markierte außerdem den Höchstwert im gesamten Testfeld. Das alles für 330 Euro und 313 Gramm pro Stück, inklusive 800er-Leitung und Belägen. Kurz: Die EVO Pro ist kein Geheimtipp mehr. Sie ist ein neuer Maßstab.

​Das EVO System: Was alle verbindet

Alle drei Modelle – Pro, Expert, Comp – basieren auf derselben Plattform. Auf den ersten Blick gleichen sie sich wie Drillinge: gleicher Griffkörper, gleiche Bremszangen. Unterschiede zeigen sich nur im Detail – bei den Einstellschrauben für die Hebelweite und im Innenleben.

Ein Highlight ist die gemeinsame Hebelgeometrie. Der ausgeprägte Haken am Hebelende gibt super Halt, die perforierte Oberfläche erzeugt extra Grip. So liegt der Hebel bombenfest in der Hand. Die hohe Materialstärke sorgt zudem für Steifigkeit und fühlt sich wertig an. Selbst unter Volllast bleibt die Armatur stabil, wirkt unverwüstlich und konnte in der Praxis alle Tester überzeugen.

EVO Expert: Der Mittler mit Hybrid-Kolben

Die neue EVO Expert kostet 210 Euro. Für ganze 120 Euro weniger muss man laut TRP keine Performance-Einbußen machen. Das technische Herzstück: Die sogenannte Hybrid-Piston-Technologie aus der EVO Pro.

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Hier arbeiten im Bremssattel Kolben unterschiedlicher Durchmesser zusammen. Das Prinzip ist aus dem Rennsport bekannt: Innenkolben und Außenkolben mit verschiedenen Größen sollen Krafteinleitung und Druckpunkt optimieren – für ein definiertes, kontrollierbares Ansprechverhalten.

Dazu gibt es die werkzeuglose Griffweitenverstellung direkt am Hebel. Die werkzeuglose Druckpunkverstellung, wie wir sie von der EVO Pro kennen, fehlt bei diesem Preispunkt. Der Rest des Pakets: Zange, Hebel und Armatur aus Alu, Mineralöl als Bremsmedium und 2,3 mm starke Rotoren.

EVO Comp: Einstieg ohne Schnörkel

Noch eine Stufe tiefer: die TRP EVO Comp für 170 Euro. Hier setzt TRP auf einen klassischen 4-Kolben-Bremssattel – keine Hybrid-Technologie mit unterschiedlichen Kolbendurchmessern. 1A Bremskraft verspricht der Hersteller aber auch hier.

Der sichtbarste Unterschied zur Expert: Die Griffweitenverstellung funktioniert nicht mehr Werkzeuglos. Kein großes Drama – aber wer unterwegs schnell justieren will, muss ein Mini-Tool parat haben. Zudem sind die Hebel nicht mehr gefräst, sondern geschmiedet. Sonst gilt das Gleiche wie für die gesamte EVO Family: Zange und Hebel aus Alu, 2,3 mm Rotoren, Mineral Oil.

Max Fuchs

Max Fuchs

Redakteur

Max Fuchs hat seine ersten Mountainbike-Kilometer bereits mit drei Jahren gesammelt. Zunächst Hobby-Rennfahrer und Worldcup-Fotograf im Cross-Country-Zirkus, jetzt Testredakteur und Fotograf bei BIKE. Sein Herz schlägt für Enduros und abfahrtsstarke Trailbikes – gern auch mit Motor. Bei der Streckenwahl gilt: je steiler und technischer, desto besser.

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