Florentin Vesenbeckh
· 15.04.2026
Das neue Maxx FAB.4 ELA Carbonfully positioniert sich als E-Enduro für ambitionierte Biker, die keine halben Sachen machen wollen. Der Carbonrahmen bildet die Basis für ein E-Mountainbike, das speziell für lange, anspruchsvolle Touren und technische Trails entwickelt wurde. Als vollwertiges Enduro will das FAB.4 ELA die Kletterfähigkeiten eines Tourenbikes mit der Abfahrtsperformance eines reinrassigen Trail-Geschosses kombinieren.
Angetrieben wird das neue Carbonfully vom innovativen Avinox M2S Motor (hier im Test), der mit bis zu 150 Nm Drehmoment und 1.500 Watt Peak-Power selbst steilste Rampen zur Nebensache macht. Darüber hinaus ist das Maxx-E-MTB eines der ganz wenigen Avinox-Bikes mit entnehmbarem Akku. Denn im Unterrohr haben die Bayern das neue herausnehmbare Akku-System von Avinox mit wahlweise 600 oder 800 Wh Kapazität implementiert. Damit ist das Bike neben dem neuen Amflow PR Carbon das bis dato einzige Avinox-E-MTB mit dieser Technologie.
Das herausnehmbare Akku-System des FAB.4 ELA setzt auf modernste 21700-Zellen, die für hohe Leistungsfähigkeit und Effizienz bekannt sind. Maxx bietet das E-Mountainbike mit zwei unterschiedlichen Akkukapazitäten an: Der 600-WhAkku hat laut Avinox ein Gewicht von 2,96 Kilogramm, während ambitionierte Langstrecken-Fahrer zur schwereren 800-Wh-Version (ca. 4 Kilo) greifen können, die noch ausgedehntere Touren ermöglicht. Die herausnehmbare Konstruktion bringt dabei entscheidende Vorteile mit sich: Der Akku lässt sich bequem zum Laden entnehmen, kann bei mehrtägigen Touren gegen einen Zweitakku getauscht werden und erhöht so die Flexibilität erheblich. Viele Höhenmeter ohne Kompromisse bei der Reichweite werden dadurch zur selbstverständlichen Realität.
Ein absolutes Alleinstellungsmerkmal des Maxx FAB.4 ELA Carbonfully ist die beispiellose Individualisierungsmöglichkeit. Maxx hat in Rosenheim einen eigenen professionellen Nasslackier-Meisterbetrieb aufgebaut und macht damit einen besonderen Service möglich: Jeder Kunde kann seinen Carbonrahmen individuell lackieren lassen. Zur Auswahl stehen 50 Standardfarben, doch die Möglichkeiten gehen weit darüber hinaus. Wer möchte, kann seinen Rahmen in der exakten Farbe des eigenen Autos lackieren lassen, in einer Unternehmensfarbe oder einem ganz persönlichen Farbton. Jeder beliebige Farbcode kann umgesetzt werden, was das FAB.4 ELA im Carbon-Segment einzigartig macht.
Doch die Individualisierung beschränkt sich nicht nur auf die Optik. Auch bei den Komponenten bietet Maxx umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten: Reifen, Bremsen, Fahrwerk und Ergonomie lassen sich exakt an den persönlichen Fahrstil und individuelle Vorlieben anpassen. So entsteht ein E-Mountainbike, das nicht nur leistungsstark ist, sondern auch die persönliche Handschrift seines Besitzers trägt – vom Performance-Setup bis zur individuellen Farbgestaltung.
Der Maxx Carbon-Rahmen soll laut der Rosenheimer Entwickler konsequentes Neudenken in der E-MTB-Konstruktion verkörpern. Von Grund auf wurde er als ideale Basis für das neue Avinox M2S Antriebssystem entwickelt, ohne dabei Kompromisse einzugehen. Die Ingenieure standen vor der Herausforderung, einen Rahmen zu schaffen, der leicht genug ist, um das Bergauf-Erlebnis zu transformieren, und gleichzeitig steif genug, um bergab kein einziges Watt Energie zu verschwenden. Die Lösung wollen sie in einer intelligenten Materialauswahl und einer präzise ausgelegten Schichtarchitektur der Carbonfasern gefunden haben.
Bei der Entwicklung der Geometrie griffen die Maxx-Ingenieure auf das bewährte Fab 4 ELS-Referenzsystem zurück – eine Grundlage, die seit Jahren für Laufruhe, Agilität und Fahrwerkskontrolle gleichermaßen stehen soll. Doch anstatt einfach die bestehende Geometrie zu übernehmen, wurde sie als Ausgangspunkt für eine konsequente Weiterentwicklung genutzt. Das Ergebnis ist eine vorwärts orientierte Enduro-Geometrie, die moderne Fahrtechniken unterstützen und maximale Kontrolle auch auf steilen, technischen Abfahrten garantieren soll. Der Sitzwinkel fällt mit 77 Grad modern steil aus, beim Lenkwinkel bleibt das Bike sehr moderat. 65 Grad sind für ein Enduro eher steil, was ein gutmütiges Handling und Agilität vor dem letzten Quäntchen Laufruhe priorisieren sollte.
Das Hinterbaukonzept wurde vollständig neu entwickelt. Der neue Rocker Link wurde speziell konstruiert, um die Hinterbaukinematik auf das spezifische Anforderungsprofil des E-MTB-Einsatzes mit massig Power abzustimmen. Die Kinematik zeichnet sich durch einen progressiven Druckanstieg in der Endphase aus, was harte Schläge effektiv absorbieren und ein Durchschlagen verhindern soll. Gleichzeitig wurde das Ansprechverhalten im SAG-Bereich verbessert, sodass das Fahrwerk auch auf kleinste Unebenheiten sensibel reagieren soll. Die optimierte Anti-Squat-Charakteristik das Heck beim Beschleunigen stabil halten und die Kraft optimal auf den Boden bringen.
Das integrierte 2-Zoll-OLED-Farbdisplay von Avinox dient als zentrales Bedienelement des Maxx FAB.4 ELA und überzeugt durch seine brillante Darstellung bei allen Lichtverhältnissen. Die automatische Helligkeitsanpassung sorgt dafür, dass die Anzeige sowohl bei grellem Sonnenlicht als auch in schattigen Waldpassagen stets optimal ablesbar bleibt. Die robuste Bauweise widersteht allen Witterungseinflüssen, während die Bedienbarkeit mit Handschuhen auch bei kalten oder nassen Bedingungen eine komfortable Steuerung ermöglicht. So hat der Fahrer jederzeit alle wichtigen Informationen im Blick – bei Sonne, Regen und auf jedem Trail.
Um den bayerischen Hersteller Maxx war es ruhig geworden. Doch mit diesem Bike könnte sich das ändern. Mit dem Avinox M2S setzen die Rosenheimer auf den aktuell angesagtesten Motor. Gerade der Wechsel-Akku macht das Fab.4 ELA spannend, denn damit ist die Bike-Auswahl noch sehr dünn. Dazu kommt die spannende Individualisierungsoption, die sonst kein anderes Avinox-Bike liefert. Wir sind gespannt auf einen Test des neuen E-Enduros, denn ohne gute Fahreigenschaften helfen die Alleinstellungsmerkmale nicht viel.

Redakteur CvD